Sprachauswahl

Unser Projekt

Das Projekt, das mit Schülerinnen und Schülern im Altersbereich von ca. 13 Jahren begonnen werden soll – und sich somit an diejenigen wendet, die im Schuljahr 2013/2014 in Klassen 7, 8 oder 9 sind –, betrachtet ausgehend von einem sehr alltäglichen, schülernahen Thema (Mahlzeiten/Nahrung) verschiedenste thematische Aspekte, die zum Beispiel den schulischen Fächern der Biologie, Geographie, Politik, Kunst oder dem Deutschunterricht zugeordnet werden könnten. Jedoch finden sich bei allen geplanten Aktivitäten immer wieder über den regulären Unterricht hinausweisende und fachliche Disziplinen verbindende Aktivitäten. So werden etwa die Bereiche der Natur, der Umwelt, der Ernährung altersgemäß kulinarisch und künstlerisch umgesetzt, jedoch die zugrunde liegenden Zusammenhänge zuvor inhaltlich erarbeitet und erst danach in anderen Medien umgesetzt.

In der Betrachtung des „Fremden“ soll das „Eigene“ erkannt – und dem „Anderen“, den Projektpartnern, vermittelt werden. Zudem wird die Zusammenschau der unterschiedlichen Arbeitsprozesse sowie Arbeitsergebnisse der verschiedenen Partner immer wieder Anlass geben zum Auffinden von Gemeinsamkeiten – etwa in Lebensumständen, Interessen oder auch in der Sprache.

Die Arbeit am Projekt beginnt mit den Ess(ens)gewohnheiten der Partner in den beteiligten Ländern. Die Aspekte, die sich dann aus den Themenfeldern „Essen“ und „Nahrungsmittel“ ableiten lassen, werden die Schülerinnen und Schüler, die viel zu oft von einem Thema zum nächsten eilen, einladen, sich intensiver mit eigentlich elementaren Themen zu befassen: der Ernährung und der Gesundheit.

Essen, Nahrung, Gerichte verraten, wer wir sind – sie sind ein Teil unserer Identität: „Du bist, was du isst“. Die Schülerinnen und Schüler werden in ein Projekt involviert, dass es ihnen erlaubt, sich in der Betrachtung durch die „anderen“, die Partner, sowie durch die Arbeit innerhalb des „Kochprojekts“ selbst zu entdecken und sich selbst zu definieren. Nachdem sie ihre eigenen Vorstellungen von anderen Ländern und deren Gewohnheiten hinterfragt haben, werden die Schülerinnen und Schüler örtliche Produzenten treffen und lokale Produkte kennenlernen, um zu verstehen, woher ihre Nahrung kommt. Die (Wieder-)Entdeckung der lokalen Produkte wird sie auch sensibilisieren für die miteinander verzahnten Themenbereiche der Jahreszeiten (und ihren Einfluss auf den Erntekalender sowie das Pflanzenwachstum), der Umwelt und des Abfalls. Gleichfalls können sie sich die Zeit nehmen, Nahrungsmittel im Wandel der Jahreszeiten zu probieren. Unter der Hilfestellung durch Experten erlernen sie, wie bei der eigenen Zubereitung von Speisen der Geschmack dieser verändert werden kann.

Die europäische Partnerschaft erlaubt es uns, andere Geschmacksvarianten kennenzulernen. Als wesentlich wichtigeres Ziel ist jedoch zu nennen, dass über die Beschäftigung mit einem so alltäglichen Thema wie der Nahrung über Vorurteile und Stereotype hinaus andere Menschen und Länder in Europa kennengelernt werden.

Die bearbeiteten Aspekte des Projekts ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, gemeinsame Grundlagen bzw. Themen von europäischer Bedeutung zu finden (z. B. Gesundheit, Umweltschutz, Müllvermeidung) und so ein universelles Verständnis zu befördern.

Was ist Comenius?

Das Comenius-Programm

Das Comenius-Programm für lebenslanges Lernen ist eine Initiative der Europäischen Kommission um die Zusammenarbeit zwischen Schulen in verschiedenen europäischen Ländern zu fördern. Das Programm wurde benannt nach dem tschechischen Philosophen, Theologen und Pädagogen, Johann Amos Comenius (1592-1670), der davon überzeugt war, dass Menschen nur durch Bildung ihr volles Potenzial ausschöpfen sowie ein harmonisches Leben führen können. Er lebte in verschiedenen europäischen Ländern (z.B. Schweden, Polen-Litauen, Siebenbürgen, England, den Niederlanden und Ungarn), so dass er als Weltbürger bezeichnet werden kann, der ohne Unterlass für Menschenrechte, Frieden und die Einheit der Nationen kämpfte. Zudem wird er auch "Vater der modernen Erziehung" genannt.

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In den vergangengen Jahren haben bereits mehr als drei Millionen Schülerinnen und Schüler am Comenius-Programm teilgenommen. Es zielt darauf ab, sowohl Schüler als auch Lehrer dabei zu fördern, die Vielfalt der europäischen Kulturen, Sprachen und Werte zu verstehen. Lehrer und Schüler besuchen ihre Partnerschulen und nehmen mit ihren Partnern an gemeinsamen Aktivitäten teil. Sie lernen mit- und voneinander - und gewinnen neue Freunde in anderen Ländern. Zudem will das Programm das Lernen an sich und das Lernen lernen förden, weiterhin steht die Entwicklung digitaler Kompetenz im Fokus.

Als Teil des Programms arbeiten Schulen und Schüler gemeinsam an Projekten. Im Zeitraum von zwei Schuljahren wird an den jeweils beteiligten Schulen gearbeitet, zwischen den Schulen besteht reger Kontakt mittels neuer Medien (insbesondere mit Hilfe des Internets), aber auch traditionellerer Kommunikationsformen (z.B. per Telefon). Mehrfach während des Projektzeitraums treffen sich die Schülerinnen und Schüler persönlich - einmal im einen Land, das andere Mal in einem anderen Land. Auch diese Begegnungen dienen der intensiven Arbeit am Projekt - aber natürlich auch dem Kennenlernen einer anderen europäischen Kultur (wobei nicht nur Unterschiede, sondern oft genug auch viele Gemeinsamkeiten entdeckt werden). Für diese Besuche stellt das Comenius Programm den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften Gelder zur Finanzierung der Reisekosten zur Verfügung.

Weitere Informationen über das Programm für Lebenslanges Lernen und das Comenius-Programm finden sich auf den Seiten der Europäischen Kommission.